Ein kurzer Überblick

Östliche Orthodoxie ist die übergeordnete Bezeichnung für eine Gemeinschaft selbstverwalteter Ortskirchen, vereint in Lehre, Sakramenten, kanonischer Tradition und eucharistischem Leben. Griechische Orthodoxie bezeichnet besonders Kirchen, die von griechischer Sprache und byzantinischem Erbe geprägt sind, darunter das Ökumenische Patriarchat und die Kirche von Griechenland.

Eine griechisch-orthodoxe Gemeinde in den Vereinigten Staaten steht deshalb nicht außerhalb oder neben der östlichen Orthodoxie. Sie ist deren örtlicher Ausdruck. Ebenso können antiochenische, rumänische, serbische, georgische, bulgarische, russische und OCA-Gemeinden voll und ganz östlich-orthodox sein.

Was gleich bleibt

Kanonische östlich-orthodoxe Kirchen bekennen das Glaubensbekenntnis von Nicäa-Konstantinopel, feiern die heiligen Mysterien, ehren dieselben ökumenischen Konzilien, verehren Ikonen und Heilige und richten ihr Leben auf Göttliche Liturgie und Eucharistie aus. Ihre Bischöfe erkennen einander in der Gemeinschaft der Kirche an, auch wenn administrative Streitigkeiten Heilung brauchen.

Ein orthodoxer Christ, der aus einer griechischen Gemeinde in eine andere kanonische Jurisdiktion reist, wechselt nicht die Konfession. Als Besucher sollte er dennoch vor der Kommunion den Priester kontaktieren, denn Vorbereitung, örtliche seelsorgliche Kenntnis, Sprache und zeitweilige Spannungen zwischen Jurisdiktionen können eine Rolle spielen.

Was sich anders anfühlen kann

Diese Unterschiede verdienen Respekt, sollten aber nicht zu konkurrierenden Glaubensrichtungen erhoben werden. Frage, ob eine Praxis Lehre, kanonische Ordnung, verbreiteter Brauch oder einfach die Gewohnheit einer Gemeinde ist.

  • Griechisch, Arabisch, Kirchenslawisch, Rumänisch, Georgisch oder Englisch können in unterschiedlichen Anteilen verwendet werden.
  • Gesangsstil, Kirchenarchitektur, ikonographische Einzelheiten, Essen und Festbräuche unterscheiden sich.
  • Kalender können sich besonders bei festen Festen unterscheiden; auch die Osterberechnung kann örtliche Praxis einbeziehen.
  • Bräuche zu Stehen, Kopfbedeckung, Beichte, Kommunionhäufigkeit und Totengedenken können verschieden aussehen.

Muss man griechisch sein?

Nein. Das Evangelium gilt allen Völkern, und die offizielle griechisch-orthodoxe Lehre heißt ausdrücklich Menschen jeder ethnischen Herkunft willkommen. Eine Gemeinde kann eine starke Einwandererkultur bewahren oder viel Griechisch verwenden, doch diese kulturelle Wirklichkeit macht Abstammung nicht zu einer sakramentalen Voraussetzung.

Es ist vernünftig zu fragen, wie viel Englisch verwendet wird, welche Kurse es für Neuankömmlinge gibt und wie Konvertiten einbezogen werden. Zugleich ist es liebevoll zu verstehen, dass überlieferte Sprache und Bräuche familiäre Opfer und Erinnerungen tragen können. Gesundes Gemeindeleben schafft Raum für Kontinuität und Mission.

Verwechsle griechisch-orthodox nicht mit griechisch-katholisch

Griechisch-katholische oder byzantinisch-katholische Kirchen verwenden östliche Liturgie und Spiritualität und stehen zugleich in Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom. Griechisch-orthodoxe Kirchen unterstehen keiner päpstlichen Jurisdiktion und gehören zur östlich-orthodoxen Gemeinschaft. Ähnliche Gewänder oder liturgische Formen entscheiden nicht über die kirchliche Identität.

Prüfe bei der Gemeindewahl Diözese und Bischof. Das Verzeichnis der Versammlung der kanonischen orthodoxen Bischöfe ist eine praktische Orientierung in den Vereinigten Staaten. Besuche dann die Gemeinde, triff den Priester und lerne eine wirkliche Gemeinschaft kennen, statt nur nach ethnischer Bezeichnung zu wählen.

Quellen und weiterführende Literatur