Orthodoxe Weihnachten ist die Geburt Christi

Weihnachten ist in der orthodoxen Kirche das Fest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus dem Fleische nach. Es feiert, dass der ewige Sohn Gottes zur Rettung der Welt wahrhaft Mensch wird, nicht nur eine Zeit familiärer Bräuche oder winterlicher Gefühle.

Das liturgische Datum ist der 25. Dezember. Hymnen, Schriftlesungen, die Festikone und die Göttliche Liturgie verkünden Bethlehem, die Jungfrauengeburt, Engel, Hirten und Magier als ein einziges Heilsmysterium mit Christus im Mittelpunkt.

Warum feiern manche orthodoxe Christen am 7. Januar?

Die orthodoxen Ortskirchen verwenden für feste Feiertage nicht alle denselben bürgerlichen Kalender. Kirchen mit revidiertem julianischem oder gregorianischem Kalender feiern das Fest des 25. Dezember am bürgerlichen 25. Dezember. Kirchen, die den julianischen Kalender beibehalten, erreichen den julianischen 25. Dezember derzeit am bürgerlichen 7. Januar.

Das ist ein Kalenderunterschied, nicht zwei Geburtstage Christi oder ein Unterschied in der Bedeutung des Festes. Der gegenwärtige Abstand von dreizehn Tagen gilt im zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert; er darf nicht zur zeitlosen Regel für alle künftigen Jahrhunderte gemacht werden. Prüfe immer den Kalender der Gemeinde, die du besuchen möchtest.

Das Weihnachtsfasten und die Gottesdienste

Der Geburt Christi geht eine Zeit des Fastens und der Vorbereitung voraus. Das Weihnachtsfasten lenkt die Aufmerksamkeit auf Umkehr, Gebet, Almosen, Versöhnung und Erwartung, damit das Fest geistlich empfangen und nicht bloß als Ereignis konsumiert wird.

Gemeindepläne können Königliche Horen, Vesper, Matutin und Göttliche Liturgie in unterschiedlichen örtlichen Anordnungen enthalten. Daten und Anfangszeiten variieren, besonders wenn Gottesdienste aus pastoralen Gründen zusammengelegt werden. Nutze deshalb den aktuellen orthodoxen Kalender der Gemeinde statt eines allgemeinen Zeitplans.

Die zwölf Tage und Theophanie

Die Feier endet nicht mit dem Weihnachtstag. Die orthodoxe Tradition begeht eine Festzeit, oft die zwölf Weihnachtstage genannt, die von der Geburt Christi zur Theophanie führt, dem Fest seiner Taufe im Jordan.

Dieser größere Zyklus hilft den Gläubigen, die Geburt Christi als Beginn einer liturgischen Offenbarung zu sehen: Der neugeborene Christus wird als Erlöser offenbar, und am Jordan wird die Heilige Dreifaltigkeit offenbart. Festtage, Fastenpraxis und örtliche Gottesdienste in dieser Zeit sollten nach dem Gemeindekalender verfolgt werden.

Wie Besucher mitfeiern können

  • Kläre, ob die Gemeinde die Geburt Christi am bürgerlichen 25. Dezember oder 7. Januar feiert.
  • Lies den veröffentlichten Gottesdienstplan genau; Weihnachtsgottesdienste finden nicht überall zur selben Uhrzeit statt.
  • Komm früh, kleide dich dezent und nimm teil, ohne dich zum Nachahmen jeder Geste gedrängt zu fühlen.
  • Wenn du nicht orthodox bist, bleibe während der heiligen Kommunion an deinem Platz, sofern der Priester dir nicht ausdrücklich etwas anderes gesagt hat.
  • Lass dich vom Fest zu Gebet, Barmherzigkeit, Versöhnung und Gemeindeleben führen statt zu einem Kalenderstreit.

Quellen und weiterführende Literatur