Die Vorbereitung beginnt vor Samstagabend

Die Eucharistie krönt ein Leben in Gemeinschaft mit Christus und seiner Kirche. Die Vorbereitung beginnt mit dem Taufglauben, regelmäßigem Gottesdienst, Umkehr, Gebet und Nächstenliebe — nicht mit dem Versuch in letzter Minute, sich durch vollkommene Regelbefolgung würdig zu machen.

Niemand verdient sich den Kelch. Die Gebete nennen jeden Kommunikanten den ersten unter den Sündern und bitten, dass die Mysterien zur Heilung und nicht zur Verurteilung dienen. Ernsthafte Vorbereitung ist deshalb demütiges Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit, verbunden mit dem aufrichtigen Wunsch, sich zu ändern.

Die üblichen Bestandteile

  • Prüfe dein Herz, bereue erkannte Sünden und suche Versöhnung, wo sie möglich ist.
  • Halte die wöchentlichen und jahreszeitlichen Fastenregeln der Kirche entsprechend deiner Gesundheit und pastoralen Regel.
  • Verzichte vor der Kommunion nach örtlicher Anleitung auf Essen und Trinken, für eine Morgenliturgie gewöhnlich ab Mitternacht.
  • Bete die vorgesehenen Gebete vor der Kommunion oder den Teil, den dein Priester empfiehlt.
  • Komm rechtzeitig und nimm an der Liturgie teil, statt erst zum Kelch zu erscheinen.

Fasten ist pastoral, nicht mechanisch

Das eucharistische Fasten drückt Hunger, Aufmerksamkeit und den Vorrang des Empfangs Christi aus. Für Abend- oder Mitternachtsliturgien kann die Gemeindepraxis abweichen. Medikamente, Schwangerschaft, Diabetes, Essstörungen, Alter, Behinderung und andere medizinische Bedürfnisse erfordern Anpassung statt Heimlichkeit oder Schädigung.

Frage den Priester und befolge medizinischen Rat. Versehentlich Wasser zu trinken oder ein Medikament zu benötigen ist kein Grund für Panik oder Selbstbestrafung. Aufrichtiger pastoraler Gehorsam ist treuer, als eine strenge Regel zu erfinden oder aus Angst vor Peinlichkeit die Gesundheit zu gefährden.

Musst du jedes Mal beichten?

Die orthodoxe Praxis variiert. Wer nach langer Abwesenheit zurückkehrt oder sich schwerer Sünde bewusst ist, sollte mit dem Priester sprechen und gewöhnlich vor dem Empfang beichten. Manche Traditionen verbinden die Beichte eng mit jeder Kommunion; viele Gemeinden begleiten regelmäßige Kommunikanten mit einem beständigen Beichtrhythmus, statt die Beichte jedes Mal zu verlangen.

Übernimm nicht die Regel einer anderen Gemeinde aus dem Internet. Dein Priester muss wissen, ob du regelmäßig kommunizierst, neu aufgenommen bist, zu Besuch kommst oder nach einer Trennung zurückkehrst. Die Beichte ist Heilmittel und Versöhnung, keine Fahrkarte, die kurz vor der Liturgie abgestempelt wird.

Ein praktischer Weg von Samstag bis Sonntag

  1. Frieden schließen

    Vermeide unnötigen Streit, vergib und mache einen konkreten Schritt, um angerichteten Schaden wiedergutzumachen.

  2. Still werden

    Begrenze Unterhaltung und Ablenkung so weit, dass du aufmerksam beten und dich ausruhen kannst.

  3. Die Vorbereitungsgebete beten

    Lies langsam; eine kürzere Regel mit Segen ist besser, als durch die Worte zu hetzen.

  4. An der ganzen Liturgie teilnehmen

    Komm vor dem Eröffnungssegen und lege deine persönlichen Anliegen in das Gebet der Kirche hinein.

  5. Danach Dank sagen

    Bete die Dankgebete und lass die Kommunion prägen, wie du an diesem Tag mit Menschen umgehst.

Quellen und weiterführende Literatur