Interessierter und Katechumene sind nicht dasselbe
Ein Interessierter ist jeder, der das orthodoxe Christentum ernsthaft erkundet. Interessierte können Gottesdienste besuchen, lesen, den Priester treffen und am Gemeindeleben teilnehmen, ohne sich förmlich verpflichtet zu haben. Dieser Freiraum ist wertvoll: Fragen können im wirklichen Gemeindeleben ohne Druck geprüft werden.
Ein Katechumene hat um Vorbereitung auf die Aufnahme gebeten und wurde in eine förmliche Bildungszeit aufgenommen. Viele Gemeinden kennzeichnen dies durch die Gebete oder den Gottesdienst zur Aufnahme in den Katechumenat. Die Kirche beginnt, namentlich für den Menschen zu beten, und übernimmt seelsorgliche Verantwortung für seinen Weg.
Was der Katechumenat ausbildet
Die Katechese umfasst Glaubensinhalte – Glaubensbekenntnis, Schrift und Tradition, Sakramente, Kirchengeschichte und sittliches Leben –, ist aber keine akademische Prüfung. Ein Katechumene lernt, wie die Kirche betet, und beginnt, Umkehr, Beständigkeit, Großzügigkeit, Vergebung und Gemeinschaft zu üben.
Die Vorbereitung umfasst gewöhnlich regelmäßigen Liturgiebesuch, Gespräche oder Kurse, von der Gemeinde ausgewählte Lektüre und eine bescheidene häusliche Gebetsregel. Fasten kann unter seelsorglicher Anleitung allmählich beginnen. Das Ziel ist ein zusammenhängendes Leben, keine beeindruckende Menge religiösen Materials.
Was Katechumenen tun dürfen
Katechumenen empfangen vor ihrer Aufnahme keine heilige Kommunion. Die Praxis bei sakramentaler Beichte, Begräbnissen und anderen seelsorglichen Fragen variiert und sollte vor Ort besprochen werden. Am sichersten ist es, sein geistliches Leben nicht auf im Internet gesammelten Annahmen aufzubauen.
- Nach Gemeindebrauch an der gesamten Göttlichen Liturgie und anderen Gottesdiensten teilnehmen.
- Das Kreuzzeichen machen, Ikonen verehren, eine Gebetsschnur verwenden und orthodoxe Gebete beten.
- An Kursen, Gemeinschaft, Hilfsprojekten und Beziehungen in der Gemeinde teilnehmen.
- Unter Anleitung des Priesters fasten und eine Gebetsregel entwickeln.
- Sich auf Taufe oder Myronsalbung vorbereiten und nach örtlicher Praxis einen Paten wählen.
Wie lange dauert es?
Es gibt keine einheitliche orthodoxe Dauer. Viele Katechumenate dauern ungefähr ein Jahr, andere sind kürzer oder länger. Der Priester berücksichtigt Hintergrund, Beständigkeit, Beziehungen, Fragen und Bereitschaft des Menschen; die Aufnahme richtet sich nach den Weisungen des Bischofs.
Ein langer Katechumenat sollte kein passives Warten sein. Er gibt Zeit, Fasten und Feste zu erleben, eine Gemeinde im gewöhnlichen Jahreslauf kennenzulernen, Lebensbereiche zu ordnen, die Aufmerksamkeit brauchen, und anfängliche Begeisterung zu treuer Verbindlichkeit werden zu lassen.
Die Aufnahme ist ein Anfang
Der Katechumene wird schließlich durch Taufe und Myronsalbung aufgenommen oder durch eine andere, vom Bischof unter Berücksichtigung einer früheren Taufe zugelassene Form. Danach folgt die heilige Kommunion als Eintritt in das volle eucharistische Leben.
Nach der Aufnahme geht dieselbe Arbeit weiter: Gottesdienst, Beichte, Gebet, Lernen, Barmherzigkeit und Umkehr. In der Orthodoxie gibt es keinen Abschluss vom Jüngersein. Der Katechumenat vermittelt die Lebensform, die ein Christ weiterleben wird.
Quellen und weiterführende Literatur
- Schritte auf dem Weg zum orthodoxen Christsein Orthodoxe Kirche in Amerika
- Die heiligen Mysterien der Kirche Orthodoxe Kirche in Amerika
- Fragen zu Taufe, Myronsalbung und Aufnahme Orthodoxe Kirche in Amerika