Ikonen verkünden die Menschwerdung Gottes: Weil der unsichtbare Gott in Jesus Christus sichtbar wurde, können sein Antlitz und die Gesichter seiner Heiligen dargestellt werden. Das Siebte Ökumenische Konzil bekräftigte, dass die dem Bild erwiesene Ehre auf sein Urbild übergeht. So bleibt die Anbetung allein Gott vorbehalten.
Eine Ikone mit Verneigung und Kuss zu verehren ist kein Götzendienst, sondern ein Liebeserweis gegenüber der dargestellten Person. Holz und Farbe bleiben materiell und haben doch Anteil an der Heiligkeit des Dargestellten. Sie erinnern daran, dass Materie durch Gnade verklärt werden kann.
Zu Hause versammelt die Ikonenecke Bilder Christi, der Gottesgebärerin, der Feste und der Schutzheiligen. Ikonen lehren Kinder durch Bilder und verankern Familien im Gebet. So wird die Hauskirche zur Erweiterung der Gemeinde.
Während des Bilderstreits bewahrten treue Gläubige Ikonen unter großer Gefahr. Sie verstanden, dass die Beseitigung heiliger Bilder die Wirklichkeit der Menschwerdung Gottes leugnete. Ihr Sieg wird am Sonntag der Orthodoxie zu Beginn der Großen Fastenzeit gefeiert.
Athon bietet hochauflösende Ikonen mit Hymnen und Erläuterungen. So können Gemeinden und Haushalte passende Bilder auswählen und die angemessene Verehrung erlernen.